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besonders spannend finde ich dabei abschnitte, die sich auf das zunehmend deutlicher werdende myofasziale modell von menschlicher biomechanik und anatomie beziehen lassen.
Herzlichen Dank für den Kommentar. Das Zeichen 掤 bing besteht ja aus dem sinngebenden Radikal Hand 手 und dem Lauter 朋 peng. Aus dem Lauter wird klar, warum es zu der alternativen Aussprache kam, insbesondere da chinesische Kampfkünstler im kaiserlichen China zumeist ungebildet waren. Bei einem so seltenen Zeichen wie 掤 ist es sowieso schwierig von einer einheitlichen oder „korrekten“ Aussprache zu reden, da fangen auch manchmal Muttersprachler zu raten an. In verschiedenen Lexika findet man die Erklärung Pfeildeckel, bzw. Bolzendeckel. Zu dem Hinweis zum Federmechanismus im ersten Kommentar habe ich leider keine weitere Quelle. Abbilder oder ein Museumsstück sind mir ebenfalls nicht bekannt.
]]>In einem Text von Chen Li Xian (http://www.cntjq.net/article-8479-2.html), welchen ich gerade übersetzt habe wird 掤 Bing benutzt. Darin kommentiert er Inhalte seines Boxlinien-Vorfahren Chen Xin. Früher hatte ich das Schriftzeichen zuerst für einen Schreibfehler gehalten. In dieser Übersetzung habe ich versucht den Dingen auf die Spur zu kommen und in der Fußnote folgendes kommentiert:
掤 Bing – Pfeilköcher (Behälter für Pfeile beim Bogenschießen), Radikalbetrachtung: mit den Händen etwas zusammenbringen – daher: ausweiten oder mehren (und verbinden) – normalerweise wird heute immer Peng anstatt von Bing genannt, wobei dann häufig das Schriftzeichen variiert, mögliche Ursache ist eine dialektische Aussprache welche fälschlicherweise ihren Weg in die moderne Zeit gefunden hat
Ich finde es gut wenn wir die Dinge beim richtigen Namen benennen können. Kennt sich jemand mit den gesprochenen Dialekten von der Jiaozuo Präfektur bis in die Gegend des Kreises Hong Dong in Shanxi aus?
Mich würde noch interessieren woher die Vermutung angeregt wurde das mit Bing ein Behälter für Armbrustbolzen plus Schnappdeckel gemeint sein könnte. Gab es bei Bögen andere Pfeilbehälter, kann man so etwas in Museen finden oder als Nachbau irgendwo in die Hände bekommen?
]]>Die ursprüngliche Bedeutung „Deckel eines Köchers“ (Bing) bezieht sich wahrscheinlich auf ein Behältnis für Armbrustbolzen (Pfeilköcher hatten zumindest in den letzten Jahrhunderten seit den Mongolen keine Deckel), das tatsächlich bei Betätigung des Öffnungsmechanismus aufsprang, weil der Deckel unter Druck, etwas Spannung steht. Die Verwendung für Peng oder Pengjin ist also möglicherweise doch nicht soweit hergeholt. Dem Übersetzungsvorschlag Anschwellen fehlt aber eben dieser Klack des Öffnens, Pengjin an sich entsteht erst bei Berührung und zeigt sich in der partnerlosen Arbeit nur dem geübten Auge.
Die in den Langspeertechniken vorkommende Bewegungsqualität zeigt ganz subjektiv aus der eigenen Praxis heraus betrachtet wirklich nur sehr geringen Bezug zum Peng der waffenlosen Taijiquan-Formen.
Be well and train hard!
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